Wojciech Jagielski – “Wanderer der Nacht. Eine literarische Reportage über Afrika.”
Dienstag, 31. August 2010 11:47 | Autor: admin
Mittwoch, 1. September 2010
Zentralbibliothek Essen || 19.30 Uhr || Eintritt frei
Lesung und Autorengespräch mit dem Journalisten der “Gazeta Wyborcza”
Wojciech Jagielski, einer der mutigsten Schüler Kapuścińskis, reist immer wieder in die gefährlichsten Krisengebiete dieser Welt: Kaukasus, Afghanistan, Tschetschenien und Afrika. Länder, in denen langwierige und blutige Konflikte schwellen und sich die Kriegsparteien gegenseitig an Brutalität überbieten. Sein Hauptaugenmerk gilt aber nicht der politischen Analyse und der Darstellung bloßer Daten und Fakten, sondern vor allem den Menschen.
In seinem neuesten Buch nimmt Jagielski den Leser mit auf eine finstere Reise nach Uganda. Er berichtet über das von dreißig Jahre Bürgerkrieg gezeichnete Land, das von habgierigen und brutalen Despoten regiert wird, über Kindersoldaten, die gleichzeitig Kriegsopfer und Kriegsverbrecher sind, und über eine unfassbare Geisterwelt, an deren Einfluss auf die Wirklichkeit die Ugander fest glauben. Besonders eindrucksvoll sind seine Porträts von Kindersoldaten und von Partisanen, die fliehen konnten und jetzt mit ihrem Trauma leben müssen. Sie verstecken sich vor dem Militär oder den Guerilleros, schleichen sich nachts aus den Dörfern in die Städte, wo sie sicherer sind, um am Morgen wieder zurückzukehren – sie sind die “Wanderer der Nacht”.
“Das Werk Jagielskis ist eine konsequente Fortführung, eine vorzügliche Weiterentwicklung und Bereicherung all dessen, was in der polnischen und europäischen Reportage am besten ist”. Ryszard Kapuściński
Moderation: Joanna Obruśnik-Jagla
Übersetzung: Bernhard Hartmann
In Kooperation mit dem Polnischen Institut Düsseldorf, Citadellstr. 7, 40213 Düsseldorf, Fon 0211 866 96 0, www.polnisches-institut.de
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Christoph Biermann

1967 in Istanbul geboren, studierte Aslı Erdoğan Informatik und Physik an der Bosporus Universität in Istanbul. Anschließend arbeitete sie am Kernforschungszentrum CERN in Genf und in den Jahren 1994 und 1995 in Rio de Janeiro. 1996 gab sie ihre Karriere als Physikerin auf und konzentrierte sich aufs Schreiben. 1996 erschien ihr erster Roman “Mucizevi Mandarin” (Der wundersame Mandarin). Sie ist Mitglied im PEN und der türkischen Schriftstellervereinigung sowie Gründungsmitglied des Kunst und Literaturforums von Diyarbakir. Seit August 2008 ist sie Stipendiaten im Heinrich Böll Haus.
